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Von Mensch zu Mensch

Der Verein Mariaberg e.V. engagiert sich bereits seit vielen Jahren beim Thema Klimaschutz. So wurden bereits mehrere Photovoltaik-Anlagen, z.B. auf den Dächerns des Wäschereigebäudes, des Carl-Heinrich-Rösch-Gästehaus, Gebäuden der Landwirtschaft und weiterer Gebäude in Betrieb genommen, zahlreiche Gebäude wurden energetisch saniert und die Einwohner und Mitarbeiter zum Thema Energiesparen informiert.

"Das Klimschutz- und Sanierungskonzept ist für uns nun ein weiterer, sehr wichtiger Meilenstein auf dem Weg in Richtung ökologischer Vorzeigestadtteil", so Rüdiger Böhm, Vorstandsmitglied von Mariaberg e.V. "Wir haben damit eine gute Grundlage, um die nächsten Maßnahmen auszuwählen und zu überlegen, welche Schritte wir konkret umsetzten werden."

Die Erstellung des Klimaschutzkonzepts wurde im Februar 2012 abgeschlossen.

 

Unser nachfolgendes Logbuch hat das Projektteam der Energieagenturen Ravensburg und Regio Freiburg bei der Erarbeitung des Konzepts begleitet.

Feburar 2013:

Das Konzept wurde nun von den beiden Energieagenturen endgültig fertiggestellt. Das Ergebnis: Der Verein könnte in seinen Liegenschaften jährlich bis zu 480 Tonnen CO²-Emissionen zusätzlich vermeiden und rund 2,5 kWh/a an Energie einsparen.

Nimmt man alle Vorschläge des Maßnahmenkatalogs zusammen, dann beläuft sich das Investitionsvolumen auf rund 5,3 Millionen Euro. Da diese Summe nur schrittweise realisierbar ist, setzt das Konzept auf Prioritäten. Diejenigen Maßnahmen, bei denen mit den geringsten Investitionkosten die höchsten Einsparungen erzielt werden können, stehen ganz oben auf der Empfehlungsliste. "So bekommen die Entscheidungsträger einen schnellen Überblick darüber, welche Schritte zeitnah realisierbar sind und wo schnell Energie und Kosten gespart werden können", so Nils Sondermann, Projektleiter von der Energieagentur Regio Freiburg. "Danach folgt ein positiver Schneeballeffekt, denn wenn die ersten Sanierungsschritte umgesetzt wurden, werden dadurch wiederum Mittel für weiter Schritte frei."

Um zu einer Priorisierung zu gelangen, wurden bei den verschiedenen Maßnahmen die aktuellen Energieverbräuche ermittelt und in einem zweiten Schritt mit den theoretischen Verbräuchen nach einer Sanierung gegenübergestellt. Ebenso wurden die Investitionskosten, die Effizienz der eingesetzten Mitte l-wie viel muss pro eingesparter kWh investiert werden?- und die CO²-Einsparungen miteinander verglichen.

Die Größe der einzelnen Pakete variiert stark, von 10.000 Euro für die Modernisierung einer Lüftungsanlage bis zu knapp einer Million für die Sanierung der Gebäudehülle eines großen Gebäudes. Unabhängig vom Investitionsvolumen sind alle vorgeschlagenen Maßnahmen äußerst wirtschaftlich, d.h. die Einsparungen durch den gesenkten Energieverbrauch übersteigen die Investitionskosten deutlich. Zudem könnte Mariaberg für fast alle Sanierungspakete Zuschüsse oder günstige Kredite von Bund und Land beantragen.

Hier wurde bereits erfolgreich saniert. Das Gesundheits- und Familienzentrum, energetisch auf Neubaustandard. Saniert in 2009
Mariaberg kann noch Energie sparen: Dach und Fassade sind bislang ungedämmt.

August 2012:

Inzwischen haben die Energieagenturen Freiburg und Ravensburg den ersten Teilbericht zum Klimaschutz- und Sanierungskonzept fertiggestellt. Hier werden 30 Maßnahmen und Maßnahmenpakete empfohlen, die dazu beitragen können, die Einsparpotenziale bei den Gebäuden Mariabergs zu realisieren. Zwei Drittel der empfohlenen Maßnahmen beziehen sich auf die Sanierung der Gebäudehülle, fünf Maßnahmen konzentrieren sich auf die Optimierung von Lüftungsanlagen oder Maßnahmen zur Wärmerückgewinnung, weitere fünf auf den Austausch von Heizungsanlagen.

Juli 2012:

Trotz schlechten Wetters kamen rund 3.000 Besucher zum Mariaberger Tag. Mit einem eigenen Stand präsentierten die Energieagenturen Ravensburg und Regio Freiburg das Klimaschutz- und Sanierungskonzept.

Jung und alt wurden zum „Mitmachen“ beim Thema Energie animiert. Mit dem Energiefahrrad konnte man z.B. den Unterschied zwischen der benötigten Energie bei herkömmlichen Glühlampen und modernen Energiesparlampen selbst „erfahren“.  

Besonders gut kam bei den jüngsten Besuchern die Bastelecke an. Dort konnten Kinder unter Anleitung mit Solarzellen und kleinen Motoren u.a. solarbetriebene Fahrzeuge bauen. Die Badewannen der Region sind nun um ein paar Schnellboote reicher – und die Bastelecke zum Thema Energie hat hoffentlich ein paar Nachwuchsingenieure mehr hervorgebracht.

  • Auf den Bildern sieht man Impressionen vom Stand, den die Energieagenturen Ravensburg und Regio Freiburg beim Mariaberger Tag 2012 hatten.

Mai 2012

Cassandre Dalby und Manuel Knecht, Praktikanten der Energieagentur Regio Freiburg, ermitteln aus den Originalplänen die beheizten Wohn- und Arbeitsflächen der Gebäude in Mariaberg.

Praktikanten der Energieagentur Regio Freiburg, ermitteln aus den Originalplänen die beheizten Wohn- und Arbeitsflächen der Gebäude in Mariaberg.

Im Anschluss werden die U-Werte (Wärmekoeffizienten) der vermessenen Bauteile bestimmt. Der U-Wert ist ein Maß dafür, wie hoch der jeweilige Wärmeverlust durch ein Bauteil ist. Je geringer der U-Wert, umso besser die Dämmung. Mit U-Werten, Bauteilflächen und Angaben zum Gebäudevolumen  kann dann ermittelt werden, wie viel Energie das jeweilige Gebäude benötigt, um auf Zimmertemperatur erwärmt zu werden.

Praktikanten der Energieagentur Regio Freiburg, ermitteln aus den Originalplänen die beheizten Wohn- und Arbeitsflächen der Gebäude in Mariaberg.

Noch wichtiger ist, dass auf der so ermittelten Grundlage die Auswirkungen von Sanierungsmaßnahmen an einzelnen Bauteilen des Gebäudes modelliert werden kann. Anhand der Ergebnisse dieser Modellierungen werden dann Maßnahmenpläne und Empfehlung für die untersuchten Gebäude ausgearbeitet.

 

Ein Mann sitzt an einem Schreibtisch und wertet am Computer verschiedene Daten aus.
Zurück am Freiburger Schreibtisch

März 2012

Nach Rückkehr ins Freiburger Büro begann Nils Sondermann mit der Auswertung der Daten, die er vor Ort im Februar aufgenommen hatte.

Detaillierte Ergebnisse wird es zwar erst in ein paar Wochen geben - die Daten, die nun für einzelne Gebäude vorliegen, deuten sowohl beim Wärme- als auch beim Stromverbrauch auf deutliche Einsparpotenziale hin.
Beim Wärmeverbrauch liegt zum Beispiel die Sporthalle deutlich über dem Durchschnitt vergleichbarer Gebäude. Das lässt darauf schließen, dass hier auch die größten Einsparungen durch eine Sanierung der Gebäudehülle zu erwarten sind. Auch die Wohngebäude und zum Teil die Schulen haben noch Verbesserungspotenzial.

Eine Grafik zum Mariaberger Wärmeverbrauch.

Ein Blick auf die Zahlen beim Stromverbrauch zeigt vergleichbare Ergebnisse. Auch hier sind die Ergebnisse bei der Sporthalle und den Wohngebäuden auffallend. Ein großer Teil der Einsparpotenziale kann beim Stromverbrauch bereits durch ein bewusstes Nutzerverhalten erreicht werden.

Grafik zeigt einen "Ist-soll-Vergleich" zum Stromverbrauch in Mariaberg.

Februar 2012

Ca. 20 Gebäude wurden im Februar eingehender analysiert. Dazu war Projektleiter Nils Sondermann von der Energieagentur Regio Freiburg eine Woche lang vor Ort in Mariaberg, untergebracht war der Ingenieur im Carl-Heinrich-Rösch Gästehaus.

Er hat die Gebäudehülle und die technische Gebäudeausrüstung (Beheizung, Lüftung und Klimatisierung, Regelungstechnik, Beleuchtung und IT) detailliert untersucht und alle nötigen Daten für eine spätere Auswertung aufgenommen.

"Man kann schon jetzt sagen, dass großes Einsparpotenzial, vor allem bei der veralteten Heiztechnik, vorhanden ist", so sein erstes Fazit. "Die Fernwärmeleitungen und Übergabestationen sind teilweise 40 Jahre alt." Auch durch eine Änderung des Nutzerverhaltens könne viel erreicht werden, z.B. durch Vermeidung offener Fenster bei gleichzeitig aufgedrehten Heizkörpern. "So kann Energie eingespart werden, ohne dass man große Investitionen tätigen muss."

Für die untersuchten Gebäude ermittelt er in den kommenden Wochen Investitionskosten und detaillierte Energie- und CO2-Einsparpotenziale und berechnet die Wirtschaftlichkeit verschiedener Sanierungsmaßnahmen.

Bild eins: Eine detaillierte Aufnahme aller Daten liefert Nils Sondermann die Grundlage für das Gebäudeenergiekonzept.
Eine detaillierte Aufnahme aller Daten liefert Nils Sondermann die Grundlage für das Gebäudeenergiekonzept.
Bild 2: Die Kommunikation mit den Mitarbeitern vor Ort (hier Jürgen Holzmann, Bauleiter in Mariaberg) liefert wichtige Informationen über mögliche Einsparpotenziale.
Die Kommunikation mit den Mitarbeitern vor Ort (hier Jürgen Holzmann, Bauleiter in Mariaberg) liefert wichtige Informationen über mögliche Einsparpotenziale.
Bild 3: Auch Minus 20 Grad Außentemperatur schrecken den Energieexperten nicht ab.
Auch Minus 20 Grad Außentemperatur schrecken den Energieexperten nicht ab.
Bild eins enstand während eines Rundgangs: Das Projektteam mit Karin Schmid von der Abteilung Immobilienmanagement & Technische Planung
Rundgang: Das Projektteam mit Karin Schmid von der Abteilung Immobilienmanagement & Technische Planung.
Bild zwei zeigt das Projektteam: Nils Sondermann, Energieagentur Regio Freiburg (links) und Michael Maucher, Energieagentur Ravensburg (rechts).
Das Projektteam: Nils Sondermann (Energieagentur Regio Freiburg) und Michael Maucher (Energieagentur Ravensburg).

Januar 2012

Erster Schritt bei der Erstellung des Klima- und Sanierungskonzepts ist die Analyse des Ist-Zustands der Gebäude und der Erstellung einer Übersicht der Energieverbräuche. Michael Maucher von der Energieagentur Ravensburg und seine Kollegen haben dazu eine Bestandsanalyse aller Gebäude in Mariaberg durchgeführt und sich dabei die Bausubstanz und Anlagentechnik angeschaut. Außerdem wurden die Energie- und Wasserverbrauchsdaten erhoben. „So bekommt man einen guten Überblick und kann schnell sehen, bei welchen Gebäuden man noch genauer hinschauen sollte“, erklärt Michael Maucher.

Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden in Datenblättern zusammengefasst – hier kann man auf einen Blick erkennen, bei welchen Gebäuden besonderer Handlungsbedarf besteht. In einem nächsten Schritt wurde in Absprache mit dem Immobilienmanagement und dem Vereinsvorstand eine Prioritätenliste erstellt, die festlegt, welche Gebäude genauer untersucht werden sollen. Für diese ausgewählten Gebäude wird nun ein Energiekonzept erstellt.

Dezember 2011

Das Projektteam, bestehend aus Energieagentur Ravensburg und Energieagentur Regio Freiburg, hat sich mit Mitarbeitern des Immobilienmanagement und Mitgliedern des Vorstands über den inhaltlichen und zeitlichen Ablauf des Projekts abgestimmt. Die praktische Arbeit kann im neuen Jahr losgehen!

 

 

Mitunterstützt und mitfinanziert wird das Klimaschutzprojekt vom

in Zusammenarbeit mit dem Projektträger Forschungszentrum Jülich GmbH

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