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Von Mensch zu Mensch

Historie

Eine historische Luftaufnahme von Mariaberg in schwarz/weiß.

Mariaberg wurde am 30. Dezember 1846 im ehemaligen Benediktinerinnenkloster gegründet. Carl Heinrich Rösch, Oberamtsarzt in Urach, eröffnete das Haus am ersten Mai 1847. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts verstand sich die damalige „Heil- und Pflegeanstalt“ als Wegbereiterin in der Behindertenhilfe. Auch mit der jüngsten Entwicklung, die unter dem Motto „Runter vom Berg, rein in die Region“ steht, gehört Mariaberg zu den fachlich und gesellschaftspolitisch wegweisenden diakonischen Einrichtungen in Deutschland.

Mahnmal vor der Klosterkirche

Das traurigste Kapitel in seiner Geschichte erlebte Mariaberg im Jahr 1940 während der Euthanasieaktionen der Nationalsozialisten: 61 Frauen und Männer wurden nach Grafeneck verlegt und dort ermordet. Ein Mahnmal vor der Klosterkirche erinnert an die Opfer. Seine Inschrift lautet: „Wenn die Menschen schweigen, so werden die Steine schreien“. Mit Mahnwachen, Gottesdiensten und weiteren Veranstaltungen wird der Opfer des Nationalsozialismus gedacht.

Im Jahr 1966 wurde die diakonische Einrichtung in „Mariaberger Heime“ umbenannt, seit März 2008 heißt sie "Mariaberg e. V. Die ursprüngliche Arbeit der Gründer wurde um moderne Konzepte zur ganzheitlichen Förderung von Menschen mit geistiger Behinderung ergänzt. Kurz darauf entstand das Zentrum für soziale Dienste. 1969 starteten im Rahmen der Frühförderung die ersten Hausbesuche von Heilpädagogen. Auch Elternseminare wurden angeboten. Aus dem Heilpädagogischen Zentrum gingen schließlich das Gesundheitszentrum und das Fachkrankenhaus für Kinder- und Jugendpsychiatrie hervor.

Differenzierung der Wohn- und Lebensformen

Mit neuen, wohnortnahen Angeboten legte Mariaberg bereits in den 1970er-Jahren den Grundstein für die heutigen Standard-Konzepte zur Regionalisierung, Differenzierung und Spezialisierung der Wohn- und Lebensformen für Menschen mit Behinderung. Die Gründung des Berufsausbildungswerkes Gammertingen im Jahr 1970 erweiterte die Angebote in der Jugendhilfe. Offene Hilfen in der Jugendarbeit und Ausbildungswerkstätten sowie moderne Service-Angebote sind heute ein wesentlicher Bestandteil Mariabergs.

Bereits im Jahr 1969 wurde mit der Frühförderung für Kinder mit Behinderungen und Entwicklungsverzögerungen begonnen. Damit war die Einrichtung wegweisend in Baden-Württemberg. Im Jahr 2006 schloss Mariaberg mit den umliegenden Landkreisen als erste Einrichtung im Land eine Rahmenzielvereinbarung ab, mit der die Verlagerung von stationären Plätzen weg vom bisherigen Heimgelände und hinein in die Region festgelegt wurde. Damit startete Mariaberg frühzeitig seine Anstrengungen zur Inklusion, also zur vollständigen gesellschaftlichen Teilhabe, von Menschen mit Behinderung. Diese Inklusion ist seit 2009 verbindlich durch die UN-Behindertenrechtskonvention geregelt.

Spenden

Wie jede andere Einrichtung ihrer Art ist auch Mariaberg dringend auf Spenden sowie die Unterstützung von Freunden und Förderern angewiesen. mehr

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