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Von Mensch zu Mensch

Kunst im Kloster: Naturkunde- und Mitmenschen-Ausstellung

16.März 2014

Am 16. März ist die Vernissage zu zwei neuen Ausstellungen in Mariaberg

Pferdehaare, Rocheneier, Seife, Puppenteile und selbstgebrannte Keramikelemente: Die Kölner Bildhauerin Julia Schrader schafft mit ihren Kleinplastiken und Wandobjekten aus besonderen Materialien einen Kosmos aus lauter „missing links“. Diese faszinierenden Kreationen erinnern an neuartige Organe und Tiere, die die Natur hervorzubringen bislang versäumt hat.  Der Stuttgarter Maler Hans Pfrommer schildert in seinen kleinformatigen Gemälden die Erlebnisse, Erkenntnisse, Erfolge und schmerzlichen Momente des Scheiterns. Eben die ganze – fiktive – Forscherbiografie desjenigen, der diese unbekannten Naturformen entdeckt haben könnte. Mariaberg präsentiert in der Reihe „Kunst im Kloster“ unter dem Titel „Naturkunde“ die erste gemeinsame Ausstellung dieser beiden Künstler.

Die Vernissage zur Ausstellung ist am Sonntag, 16. März um 14 Uhr im Refektorium des Klosters Mariaberg. Nach einer Begrüßung von Vorstandsmitglied Rüdiger Böhm wird Johannes Schlichting in die Werke von Julia Schrader und Hans Pfrommer einführen. Armin Subke umrahmt die Vernissage musikalisch. Gleichzeitig wird am 16. März im Kloster Mariaberg auch noch die Ausstellung „Mitmenschen - Geschichte der Diakonie in Württemberg“ eröffnet.

Von Anfang an ist es für die christliche Kirche selbstverständlich gewesen, sich hilfebedürftiger Menschen anzunehmen. Im 19. Jahrhundert entstanden aus privater christlicher „Liebestätigkeit“ unzählige Hilfsvereine und diakonische Werke, die das evangelische Württemberg bis heute prägen. Viele dieser Initiativen sind inzwischen zu mittleren und großen Sozialunternehmen herangewachsen. Auch in den Kirchengemeinden gehört der diakonische Auftrag zu den zentralen Aufgaben. Die Ausstellung spannt den Bogen von der Rettungshausbewegung zur ausdifferenzierten Sozialarbeit. Dabei soll das frühere und heutige diakonische Handeln und seine Brüche und Kontinuitäten beleuchtet werden. Der Blick in die Geschichte folgte dabei den Fragen sozialer und ethischer Anliegen unserer Zeit. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Menschen aus Vergangenheit und Gegenwart: jene, die mit Mut und Initiativkraft ihre diakonischen Ideen in die Tat umsetzten und auch jene, die auf unterschiedlichste Weise Hilfe erhalten.

Die Ausstellung über die Geschichte der Diakonie läuft bis zum 17. April 2014, die Werke von Julia Schrader und Hans Pfrommer werden bis zum 11. Mai 2014 ausgestellt. Beides ist montags bis donnerstags von 8.00 bis 17.00 Uhr sowie freitags von 8.00 bis 15.00 Uhr zu besichtigen. Ab Mai sind das Kloster und die Klosterkirche auch sonntags von 13.30 bis 16.30 Uhr geöffnet. Weitere Informationen im Büro der Öffentlichkeitsabteilung unter: 07124 923 218.

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