Schriftgröße: M M M

Von Mensch zu Mensch

Der Wandel eines historischen Stadtteils

05.Juni 2013

Historiker Christoph Wilmer referiert beim Mariaberger Stadtteilforum

Im Rahmen des dritten Mariaberger Stadtteilforums in diesem Jahr, referiert Christoph Wilmer mit dem Zitat des Zisterzienserordens „... Anordnungen treffen, wenn etwas zu verbessern ist!“ über den Wandel von historisch und klösterlich geprägten Revieren und Stadtteilen. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 12. Juni 2013 um 19 Uhr im Kommunikationszentrum, Klosterhof 4 in Gammertingen-Mariaberg statt. Der studierte Historiker aus Essen wirft einen etwas anderen Blickwinkel auf den Stadtteil Mariaberg, seine historischen Wurzeln, das ehemalige Kloster und deren Bedeutung für die aktuellen Prozesse der Stadtteilentwicklung in Gammertingen-Mariaberg. In einer anschließenden Podiumsdiskussion können die Gäste mit dem Referenten sowie dem Trochtelfinger Bürgermeister und Mitglied des Mariaberger Verwaltungsrates Friedrich Bisinger sowie Marion Linder, Vorsitzende des Mariaberger Angehörigenbeirates, Dorothee Bosch von der Mariaberger Mitarbeitendenvertretung und Martina Lovercic, Assistentin des Mariaberger Vorstandes das Thema weiter beleuchten.

1958 begann im Ruhrgebiet die Kohlekrise. Lange Zeit hat die Region versucht, die Augen zu verschließen und die alte Struktur zu zementieren. Erst als die Menschen akzeptierten: Das Alte ist vorbei und kommt auch nicht wieder, waren die Köpfe bereit für neue Perspektiven. Jetzt erst konnten die Ärmel aufgekrempelt werden, um den schwarzen Pott bunt zu kochen. Der Strukturwandel kam sowieso, aber jetzt konnten die Menschen ihn auch gestalten und steuern. Akzeptanz als Voraussetzung für Autonomie.

Dörfer, Städte und Stadtteile verändern sich, in ihrem Aussehen, ihrer demographischen Zusammensetzung, ihrer Mikroökonomie. Versuche, die Entwicklung aufzuhalten, sind zum Scheitern verurteilt. Wer nur bremst, wird überrollt und am Ende wird auch das Erhaltenswerte untergepflügt. Aber man kann der Entwicklung auch eine Richtung geben, wenn man sie zunächst einmal akzeptiert. Akzeptanz und Analyse schafft die Handlungsfreiheit für eine organische und behutsame Weiterentwicklung.

 

Der Vortrag will darauf hinweisen, dass Veränderung Tradition hat und will sich mit den Bestimmungsfaktoren für Veränderung auf unterschiedlichen Ebenen beschäftigen: Am Beispiel der Ordensökonomie, am globalen Beispiel des Ruhrgebiets und am Beispiel ausgesuchter Stadtteilentwicklungen. In einer Diskussion kann sich zeigen, dass die Ergebnisse auch für Mariaberg verwertbar sind.

Christoph Wilmer ist Jahrgang 1959, lebt in der größten Stadt Deutschlands, dem Ruhrgebiet, und in einem kleinen Dorf mit 25 Einwohnern in der Eifel, direkt neben einem Zisterzienserkloster aus dem 12. Jahrhundert. Er absolvierte ein Studium der Geschichte, Politik- und Sozialwissenschaften in Bochum und Heidelberg. Danach folgte eine Tätigkeit im Historischen Archiv Krupp und im Amt für Entwicklungsplanung der Stadt Essen, Bereich Stadtteilentwicklung. Heute ist Christoph Wilmer als Freiberufler in der Erwachsenenbildung und im Tourismus tätig, auf Exkursionen in den Großräumen Ruhrgebiet, Rheinland, Eifel, Trier und Luxemburg sowie als Betreiber eines kleinen Verlages. Von ihm gibt es mehrere Publikationen über Indien, Stadt- und Stadtteilentwicklung, zur Geschichte und Rettung eines denkmalgeschützten Großkinos und über Klosterkultur.

Spenden

Wie jede andere Einrichtung ihrer Art ist auch Mariaberg dringend auf Spenden sowie die Unterstützung von Freunden und Förderern angewiesen. mehr

Aktuelles

Adventskonzert mit Tinny Tunes

Das Blechbläserquintett gastiert in der Mariaberger Klosterkirche Die Adventszeit bietet immer...

mehr

Mariaberger Adventsmarkt lockt mit stimmungsvoller Atmosphäre

Feiner Duft von frisch gebackenen Waffeln und heißem Punsch zieht am 01.Dezember von 11:30 -18:30...

mehr

Weihnachtsmarke 2017

Mit jeder Marke etwas Gutes tun... ..für Mariaberg und unsere Arbeit? Das können Sie mit den bei...

mehr
Immobilienangebote Mariaberg e.V.