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Von Mensch zu Mensch

Der Bildhauer Manfred Welzel eröffnet „Form und Skulptur“

13.Juni 2016

„Kunst im Kloster“ Mariaberg: Ausstellung im Kreuzgang

Am Sonntag, den 19. Juni 2016, wird die Skulpturenausstellung des Stuttgarter Künstlers Manfred Welzel um 14 Uhr im Refektorium des ehemaligen Klosters in Mariaberg feierlich eröffnet. Zahlreiche Plastiken, Skulpturen und Zeichnungen aus sämtlichen Schaffensperioden werden im Kreuzgang gezeigt. Rüdiger Böhm, einer der beiden Mariaberger Vorstände, wird die Gäste begrüßen. Der Züricher Professor Dr. med. Markus Manz wird die Besucher in die Ausstellung einführen.  Die musikalische Begleitung der Vernissage gestaltet der in Schwäbisch Hall lebende Harfenspieler Tobias Southcott.

 „Das Schöne sehe ich nicht in einer nur vollendet harmonischen Ausgewogenheit proportionaler Verhältnisse, sondern in der dramatischen Auseinandersetzung verschiedener, dominierend sein wollender Elemente, die sich gegenseitig steigern und herausfordern“, beschreibt Manfred Welzel den eigenen künstlerischen Prozess, denn stets ist das Ringen um Ausdruck das prägende Moment in seinen Werken. Ist es doch ein Erwecken von schlummernden Wesen im Material oder die Ausarbeitung von abstrakten Entfaltungsformen, die den bald 90-jährigen Bildhauer zeit seines Lebens beschäftigen. Manfred Welzel möchte „Daseinsgebärden“ gestalten, bei denen die äußere Erscheinung das innere Wesen hervorbringen und wiedergeben will. Seine Motive pendeln zwischen alltäglichen zwischenmenschlichen Begegnungen und Darstellungen aus der christlichen Welt.  Bei all dem greift er auf klassisches Material zurück: Stein und Holz sowie Gips und Wachs für spätere Bronzeabgüsse. Das jeweilige Material und der darin innewohnende Geist bilden bedeutende Zugänge für den Schaffensprozess. Das Material ist für Welzel stets ein dialogischer Partner, der sowohl arbeitet als auch bearbeitet wird. „Für die Ausstellung in Mariaberg haben wir eine große Bandbreite an unterschiedlichen Skulpturen aus Bronze und Holz  ausgewählt“, erklärt der Mariaberger Kurator der Ausstellung, Axel Klöss-Fleischmann. „Die Bronzeplastik ‚Vorhangguckerin‘ ist ein zentrales Motiv geworden und steht sinnbildlich für Manfred Welzels Mut, Neugier und Talent, der Welt, den Menschen und ihren Beziehungen auf den Grund zu gehen und ihnen Ausdruck zu verleihen.“

Manfred Welzel wurde 1926 in Berlin geboren und studierte ab 1947 Bildhauerei an der Akademie für Bildende Künste in Berlin-Charlottenburg bei Prof. Alexander Gonda. Nach Abschluss des Studiums führte ihn eine Studienreise nach Italien und Griechenland. 1954 erhielt er von der Stadt Berlin den Georg-Kolbe-Preis. In den Jahren 1954 bis 1969 war er Lehrer für Plastizieren, Schnitzen und Zeichnen an der Freien Waldorfschule Uhlandshöhe in Stuttgart. Seit 1969 arbeitet er als freischaffender Künstler in seinem Stuttgarter Atelier.

Die Ausstellung ist bis Sonntag, den 11. September 2016, zu sehen und kann von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 8-15 Uhr besucht werden. Zusätzlich besteht diese Möglichkeit sonntags zwischen 13:30-16:30 Uhr.

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