Schriftgröße


Geistliches Leben

Projekt „Entwicklung einer Trauerkultur in einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung am Beispiel Mariaberg"

Hintergrund für die Entstehung des Projekts ist eine seit 6 Jahren eingetretene hohe Sterberate in Mariaberg aufgrund der Altersstruktur der Einrichtung.

Das Projekt basiert auf den Erkenntnissen der modernen Trauerforschung sowie auf Beobachtungen im Umgang mit Menschen mit geistiger Behinderung (Trauer bei Menschen mit geistiger Behinderung)

Ziele des Projektes:

  • Die Kompetenz der Mitarbeitenden der Einrichtungen im Umgang mit Trauer wird gestärkt. Dadurch wird eine neue Kultur in der Wahrnehmung der Trauer ermöglicht Trauerkultur beinhaltet, dass Trauer nicht Ausnahmezustand ist, sondern ein wichtiger Teil jedes Lebensprozesses.
  • Im Rahmen des Projekts liegt ein besonderes Augenmerk auf der Trauer von geistig behinderten Menschen, die nicht sprechen können, denn ihnen wird vermehrt die Fähigkeit zur Trauer abgesprochen.
  • Bestehende Formen des Abschieds werden reflektiert und vertieft.
  • Bisher unbeachtete Trauersituationen werden neu bedacht und bewertet.
  • Die Palliativversorgung im Sterbeprozess bei Menschen mit geistiger Behinderung wird Standard werden.

Für die Qualifizierung der Mitarbeitenden werden im Rahmen des Projekts drei Wege beschritten bzw. angeboten:

  • Studientage mit unterschiedlichen Referenten und Themen ermöglichen differenzierte Zugänge zur eigenen Trauer.
  • Gesprächsgruppen und Einzelgespräche helfen mit konkreten Trauersituationen umzugehen
  • Im Rahmen des Projekts werden Unterrichtsmaterialien zum „Umgang mit Trauer“ in der Ausbildung von Heilerziehungspflegerinnen und –pflegern entwickelt, erprobt und veröffentlicht.

Im Rahmen des Projekts wurde eine sog. Jahreszeitenfeier entwickelt. Dabei wird bei jedem Jahreszeitenwechsel mit Liedern, Gedichten, Bildern, Erzählungen, Tänzen u. a. auf die vergangene Jahreszeit ein Rückblick geworfen. Es werden gemeinsame und persönliche Ereignisse bedacht, gewürdigt und zurückgelassen, um so bereit zu werden, für das, was die beginnende Jahreszeit bringen wird.

Andere Einrichtungen können am Projekt partizipieren, insbesondere an den Studientagen und den Jahreszeitenfeiern.

(Sonstige Veranstaltungen)

Das Projekt „Entwicklung einer Trauerkultur in einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung am Beispiel Mariaberg“ wird von der Robert Bosch Stiftung, Stuttgart gefördert.

Broschüre des Projekts zum downloaden

Projektleitung 

Pfr. Hans Heppenheimer, Mariaberg e. V.

Vorsitz von Projektbeirat

Thilo Rentschler, Vorstandssprecher Mariaberg e. V.

Projektbeirat

Dekan Klaus Homann, Herrenberg

Dekan Dr. Jürgen Mohr, Reutlingen

Pfr. Wolfgang Drescher, Gammertingen

Pfr. Martin Rose, Trochtelfingen-Mägerkingen

Wissenschaftl. Begleitung

Dr. Heidrun Metzler, Universität Tübingen

Projektberatung

Pfr. Dr. Ingo Sperl, Auenwald

 


  • © 2008 Mariaberg e.V.
  • Diakonie